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Eine Geschichte im Kreis erzählen? In sich spiegelnden Sätzen? Ein Palindrom, das voranschreitet? – Ein Experiment...


Zwischen den Ufern


Galionsfigur eines Schlauchboots bin ich. Ins Wasser gefallen, der Körper in feuchte Haut gehüllt wie bei einem Neugeborenen. Das Ufer hatte, vom Regen durchweicht, unter den Füßen nachgegeben. Es ist keine Tragödie, nur Geschehnis. Eine Folge des Existierens. Das ist alles. Der Körper schwimmt ja, wenn er nicht von Schlick oder abgestorbenen Pflanzen unter Wasser festgehalten wird. Man wird von einem der Taucher ans Ufer geleitet und aus dem See gehoben. Und das ist das Ende der Geschichte.

Die Kollegen sind schon bei der Arbeit. Ich sehe den Taucher an, der sich mühsam über den Gummiwulst der Bootswand hebt. Ich schüttele mich, und Tropfen schlagen wie Meteoriten in den Morgen. Betreten streicht mein Wart über meinen feuchten Pelz, klopft auf meine Schulter, aber es fühlt sich an, als meinte er nicht mich: Es ist das Kommende, das ihn berührt, es ist das Mißgeschick des Ins-Wasser-stürzens, das ihn verunsichert.

Es kann beginnen. Ich gebe mein Zeichen. Ich bin ein Hund. Die Menschen brauchen meine Hilfe, weil ich sie an Orte führen kann, die ihnen unauffindbar sind.  Ich bin ihr Lotse. Es ist Zeit zum Aufbruch, Zeit für die Begegnung mit der Toten, die sich hier auf dem Grund des Sees verbirgt.  …



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